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IPv6 - die nächste Generation des Internets Factsheet

Grundsätzliches

IPv6 (Internet Protokoll Version 6) ist das neue Internet-Protokoll, auf dem die Anwendungen der Zukunft basieren werden. Das Internet basiert derzeit auf dem IPv4-Standard (Internet Protokoll Version 4). Das Protokoll IPv4 wurde im September 1981 spezifiziert und wird seither verwendet. In Österreich wurde 1990 der erste Internet-Zugang mit einer fixen Datenleitung gelegt. Das Internet wurde zunächst im Forschungsbereich und speziell als Kommunikationswerkzeug zwischen Mitarbeitern der Universität genutzt. Von hier aus nahm das Internet seinen Siegeszug. Für 2004 werden weltweit 940 Millionen Internet-Nutzer prognostiziert.

Wachstumsbarriere IPv4

Die zunehmende Verknappung des verfügbaren IPv4 Adressraumes ist eine Barriere für die weitere Entwicklung des Internets und für das Wachstum der IT- und Telekommunikationsbranche. Beim IPv4 Standard stehen theoretisch 4 Milliarden Adressen zur Verfügung, in der Praxis können nur rund 250 Millionen tatsächlich genutzt werden. Über zwei Drittel davon sind bereits verbraucht. Durch die Einführung von IPv6 erhöht sich die Zahl der verfügbaren IP Nummern um ein Vielfaches: Berechnungen besagen, dass jedem Quadratmeter der Erde 1.500 IP Adressen zugewiesen werden könnten. IPv6 schafft daher die Perspektive, langfristig eine globale Vernetzung und die Kommunikationstechnologien von morgen zu ermöglichen. IPv6 ist das Bindeglied zwischen vielfältigen Services und Netztechnologien. Es ist das Antriebsrad, das alle Fortschritte möglich macht, die mit IPv6 verknüpften Innovationen schließen viele Lücken des bestehenden IPv4.

Warum IPv6?

Es gibt zahlreiche pessimistische Prognosen, die besagen, dass die verfügbaren IP-Adressen ohne eine neue Version des Internet-Protokolls bald erschöpft sein werden. Die EU hat bereits 2002 vor einer Verknappung der IP Adressen gewarnt. Zusätzlich entsteht immer mehr Datenverkehr durch neue Geräte wie PDAs, Game Konsolen, Voice over IP etc. IPv6 bringt die Lösungen für Aufgabenstellungen, die vom derzeitige IPv4 Protokoll nur teilweise gelöst werden können: Neben dem primären Ziel der Erweiterung des Adressraumes bringt IPv6 eine Reihe wichtiger Innovationen als Voraussetzungen und Erleichterungen für zukünftige Anwendungen der globalen Informationsgesellschaft: verbesserte direkte Kommunikation zwischen mehreren Usern und Endgeräten, starke Sicherheitsfeatures und die Unterstützung moderner mobiler Anwendungen.

Gegenüberstellung IPv4 und IPv6 / Einige Beispiele:

  IPv4 IPv6
Adressenlänge 32 Bit 128 Bit
Adressenanzahl 4 Milliarden 1.500 pro m² der Erde
Header Felder: Identifikation, Fragment Offset, Flags Vollständig neuer Fragment Header Header weist immer dieselbe Länge von 40 Bytes auf
Feld Prüfsumme In Verwendung Stellt einen zu hohen Zeitaufwand dar --> höhere Protokolle übernehmen diese Funktion
Protokolltyp Header muss der höheren Protokollebene folgen Kann verschiedenen Options-Header folgen; alle Optionen sind als eigener Header realisiert
Header-Länge Nutzdaten des Headers werden gezählt Payload-Länge Feld wurde erstellt; Header hat stets die Länge von 40 Byte, daher Header-Länge nicht mehr notwendig
Broadcast Adressen In Verwendung Anycast wurde
Broadcast nicht
Verwendung

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den oesterr IPv6 Taskforce:
Tel: 059 059-1-43807, e-mail: ipv6tf@austria.ipv6tf.org

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